Noch ein Verein, der als „Moloch“ unsere Gesellschaft gängelt: FGSV

https://www.stimme.de/heilbronn/nachrichten/region/Warum-der-Neckartalradweg-ein-hohes-Gelaender-bekommen-hat;art140897,4150432?fbclid=IwAR25mmQL115Hc2jLdZk0em9Pqk2iM2a2BKkGUhNebsOpBpQQ3C_1KYTFwes
klein Gelaender Radweg Lauffen-Horkheim
Überraschend hatte stimme.de eine Bezahlschranke eingebaut, zu dem oben verlinkten Artikel, nachdem der Beitrag ca. acht Stunden kostenlos einsehbar gewesen war. Dann die Bezahlschranke nach knapp 13 Stunden wieder aufgehoben. Einsicht?

FGSV, ein (noch?) gemeinnütziger Verein mit Sitz in Köln hat das Sagen bei Verkehrs-Dingen: Die Forschungs-Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen ist wohl verantwortlich für die krasse Absturzsicherung aus der sagenhaft bedrohlichen Höhe von 50 cm in einen Fluss, der im Normalfall an dieser Stelle mit einem halben Kilometer pro Stunde fließt. Acht Meter proinute, dreizehn Zentimeter pro Sekunde. Der stellenweise weniger als zwei Meter betragende Abstand zum Flussufer hat als Kriterium für die angebliche Notwendigkeit des Geländers beigetragen, so verlautete aus Kreisen der Stadt Lauffen.

Ich als Bürger will meine Vorschläge und Kritikpunkte bei Planungen im Vorfeld einbringen können. Vorschriften und Normen aus Köln dürfen lokale Kompetenz, Vernunft und Augenmaß nicht übertrumpfen können.

Dass alles bis ins kleinste Detail zentral geregelt sein soll, mag für manche Menschen eine erstrebenswerte Utopie sein. Für mich und viele andere ist es eine schlimme Horrorvorstellung. Allumfassende Bevormundung ist die traurige Konsequenz. Ich will das nicht. Ich trete ein für Eigenverantwortung, die dann aber auch statt ständigen Behütens in Kindergärten und Schulen eingeübt werden muss. Es kann und darf nicht sein, dass Versicherungs-Mathematiker unsere Freiheitsgrade im alltäglichen Leben bestimmen.

Es muss auch aufhören, dass jeder, dem ein Missgeschick widerfahren ist, sich einen vermeintlichen Sündenbock suchen kann und diesen verklagen kann. Was ist mit den Fällen, wo dämliche, paranoide Vorschriften die Ursache von Unfällen oder gar Todesfällen sind? Heftet sich dann der Verein FGSV die Schuld tatsächlich an die eigene Brust? Das bezweifle ich stark.
Ich plädiere dafür, dass grundsätzlich Eigenverantwortung weit vor Bevormundung aller rangieren muss und für echte Härtefälle ein staatlicher Fonds eingerichtet wird. So weit wie in den USA darf es nicht kommen: Dort kann einem anscheinend ein cleverer (gerissener) Anwalt zu einer ansehnlichen Summe „Schadenersatz“ verhelfen, wenn man sich beispielsweise in einem Disney-Freizeitpark ein Bein gebrochen hat.

Völlig unnötiges, massives Geländer an einem Radweg am Flussufer, das zumal überwiegend eine Bewachsung mit Büschen und Bäumen aufweist.
Es ist also die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen FGSV. Ein gemeinnütziger Verein mit 2.500 Mitgliedern, vor dem alle kuschen?
Ich fasse es nicht.
Wir müssen unbedingt einen Konkurrenz-Verein aufmachen.
„Heimatverein für Augenmaß, Vernunft und logisches Denken“.
Ernsthaft. Wer macht mit?
Gibt es da nicht noch so einen Verein, der sich DUH nennt und ohne jegliches Augenmaß unterwegs zu sein scheint?
„Absturzsicherung ab 50 cm notwendig.“ Die Arbeiter mussten sich beim Bau anseilen. Aha. Deshalb war der Radweg gesperrt. Damit wir nicht gesehen haben, wie sich die Arbeiter „tollkühn“ nicht angeseilt haben.
Leute, der Neckar fließt in dem Bereich im Normalfall mit einer Geschwindigkeit von einem halben Kilometer pro Stunde. Und alle 100 Meter sind Beton-Stäffele vorhanden, die fast zwei Meter tief in den Neckar hienein- und herausführen. Bei Hochwasser dürfte die Strömung stärker sein, aber kaum jemals mehr als fünf bis zehn km/h betragen.
1,5 Kilometer Geländer, das laut HSt-Artikel 260.000 Euro gekostet hat (und meiner Privatrecherche zufolge 50 Tonnen verzinkte Stahlprofile, Handläufe und sogar Stahlseile unter dem Handlauf enthält).
2.500 Mitglieder, wenig transparent, ein FIFA-ähnlicher Moloch mit mehr Macht als Behörden?

Aus Wikipedia über die FGSV:
„Kritik
Die Februar-Ausgabe 2016 der Zeitschrift mobilogisch! veröffentlichte auf der Grundlage ihr vorliegender Originaldokumente (Austrittsschreiben) einen kritischen Artikel zu Politik und Struktur der FGSV:[7] Die FGSV, deren Ausschüsse von der Grünzeit bei Ampeln bis zur Breite von Autobahnen das deutsche Verkehrswesen wesentlich bestimmen, basiere ähnlich der FIFA auf einem altertümlichen, männlich dominierten Netzwerk, beteilige Betroffene nicht an der Aufstellung von Regeln, sei nicht demokratisch legitimiert und nicht in der Lage zu einer längst überfälligen Strukturreform. Unter anderem sei Ende 2014 Klaus J. Beckmann, ehemaliger Präsident des Deutschen Instituts für Urbanistik (DIFU) nach dem Scheitern von Reformbemühungen zurückgetreten, Ende 2015 in der Folge auch Helmut Holzapfel von seinem Posten als Mitglied des Ausschusses Vorausschätzung des Verkehrs. „

https://de.wikipedia.org/wiki/Forschungsgesellschaft_f%C3%BCr_Stra%C3%9Fen-_und_Verkehrswesen

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