Luft-Qualität, Messwerte, Diesel-Fahrverbote, Grenzwerte

Luft-Qualität, Messwerte,
Diesel-Fahrverbote, Grenzwerte

Immer heißt es, man dürfe nicht pauschalisieren. Wenn Richter aufgrund dürrer Faktenlage Fahrverbote durch betroffene Städte für Fahrzeuge bestimmter Schadstoffklassen als zulässig betrachten, so sehe ich darin genau das: Ein „Über-einen-Kamm-Scheren“ aller Besitzer solcher Wagen. AbgasDa wird nicht gefragt, wie viele Kilometer das Auto auf dem Tacho hat, wie gut es gewartet wurde, wie sachte, wie oft und wie weit es von den Fahrerinnen bewegt wird. Natürlich wird niemand bestreiten, dass Autos Schadstoffe und Dreck aus dem Auspuff ausstoßen, und dass es der Luftqualität prinzipiell zugute kommt, je weniger davon herauskommt. Man muss aber gemäß des Prinzips von Treu und Glauben berücksichtigen, dass der Kauf eines Autos (zumal eines Diesels) eine Langfrist-Ivestition darstellt für viele Privathaushalte. Ein Diesel hat durchaus eine Laufleistungserwartung jenseits von 250.000 Kilometer.

Menschliche Sensoren
Zusätzlich zu den Mess-Stationen sollte man auch auf die Nasen und Augen von Menschen mit gut entwickelten und objektiven  Sinneswahrnehmungen setzen. Die sollten zu einem Netzwerk zusammengeschlossen werden und Auffälligkeiten bei den Abgasen konkreter Autos melden. Ich könnte mir vorstellen, dass bei drei unabhängigen Meldungen innerhalb von zwei Wochen ein Messwagen beim Fahrzeughalter vorfährt. Sollte das Abgas in Ordnung sein, würden die Melder einen Minuspunkt erhalten. Und nein, das hat mit STASI oder Blockwart rein gar nichts zu tun. Auspuff-Schnüffelei ist keine Gesinnungs-Schnüffelei.

Feldversuche
Meines Wissens hat es keine Feldversuche zur Wirksamkeit von selektiven Fahrverboten gegeben. Das sollte man nachholen:
Man könnte werktags zwischen ein Uhr und fünf Uhr beipielsweise den Bereich um die Mess-Station am Stuttgarter Neckartor absperren und zunächst den Straßenstaub mit Kehrmaschinen entfernen. Dann käme der eigentliche Versuch: Es werden ausschließlich Fahrzeuge derselben Schadstoffklasse auf die Strecke geschickt, um im Takt der Ampelphasen ständig um die Mess-Station herumzufahren. Wie viele Autos für dichten Simulations-Verkehr nötig wären, ließe sich leicht ermitteln. Wichtig erscheint mir, dass es bereits zugelassene Fahrzeuge aus dem Bestand sein müssen, mit 60.000 bis 100.000 km auf dem Tacho. Per Zufallsgenerator aus den Daten der Zulassungsstelle/des Zolls ausgewählt. Jede Nacht eine andere Schadstoffklasse. Falls nötig, kann man auch die Mess-Station vor dem Versuch neu justieren/eichen. Die Wetterdaten werden parallel erhoben.
Je nachdem, was der Vergleich der Messwerte ergäbe, ließen sich Fahrverbote rechtfertigen – oder eben nicht.

Foto: Pixabay

klein PoP Politik ohne Parteien

I-de-o-lo-gie
hilft beim Den-ken nie!

Prof. Dr. Nino Künzli „“… Diese Ärzte sind normale Bürger, die sich mit Recht über den gänzlich entgleisten, irrationalen und aus wissenschaftlicher Sicht beschämenden Luftreinhaltepolitik-Aktivismus Deutschlands ärgern. Ja, diese Politik ist absurd….““

Kritik eines Lungenarztes an der Kritik der Grenzwerte durch Köhler und die über 100 Unterzeichner

https://www.lungenaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/Stellungnahme__NOx_und__Feinstaub.pdf

https://www.nzz.ch/wissenschaft/stammtischdiskussionen-einiger-aelterer-aerzte-ld.1454651

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